Wednesday, March 12, 2008

Ende gut, wirklich alles gut?

Ich spüre dieses Kribbeln, es trifft mich wie ein Schlag. Und mein erster Reflex ist Rückzug. Aber warum eigentlich? "Simone, ich habe mich in Dich verliebt. Ich möchte, dass Du das weißt! Egal, ob es Dir genauso geht, ich kann es nicht mehr für mich behalten." Ich schaue ihn an und kann nichts sagen. Es tut so gut, meine Hand in seiner zu halten. Mir wird heiß und kalt. Erwartungsvoll schaut er mich an. "Torsten, ich weiß nicht, was ich sagen soll." "Sag doch einfach gar nichts". Er streichelt vorsichtig meine Haare, ich bin wie elektrisiert und ehe ich mich versehe, küssen wir uns. Unsere Küsse werden immer heftiger und ich muss mich zwingen, ihn nicht ins Bett zu zerren. "Und was wird nun aus uns?" fragt er atemlos. "Keine Ahnung, wir werden sehen" ich will jetzt nicht denken, ich will nur genießen.............

Alles wird gut

Er schaut mich fragend an und sagt: "Simone - wann redest Du endlich mit mir? Es ist doch alles geklärt, oder?" Ich werde knallrot und stottere: "Was meinst Du?" "Ich weiß doch, dass Du die neue Exportmanagerin wirst - ich gönne es Dir und ich möchte endlich wissen, ob das der Grund für Deine Zurückhaltung ist?" "Ja" seufze ich. "Ich gebe es zu, es hat mir Probleme bereitet." "Wollen wir mal reden? Wann hast Du Zeit?" Torsten schaut mich bittend an."Heute Abend?" Ja, heute Abend ist gut. Wir verabreden, dass er zu mir kommt.
***
Wieder im Büro habe ich ein Gespräch mit Gregor. Unerwartet freundlich und schon fast ein wenig traurig gratuliert er mir, wir reden über Rebecca und unsere künftige Zusammenarbeit. Er verspricht mir, mich zu unterstützen. Ich kann es kaum glauben, sicher hat er von Mohn die Order bekommen. Als ich an meinem Platz bin, muss ich erst einmal durchatmen. Dann Robert anrufen und ihm berichten, was er ohnehin schon wusste."Ich freue mich so für Dich, Simone und ich hoffe, dass wir weiterhin so ein gutes Verhältnis zueinander haben." Ich höre das Grinsen in seiner Stimme und muss lachen."Danke Robert! Für alles." "Ich habe nichts getan, das hast Du alles allein gemacht, Simone" erwidert er." Wir reden noch ein wenig und ich kann es immer noch nicht fassen. Panik erfasst mich. Was ist, wenn ich der Aufgabe nicht gewachsen bin? Ich versuche mich in Gedanken zu beruhigen. Heute gehe ich früh nach Hause, rufe meine Eltern und alle meine Freunde an. Jeder freut sich, besonders mein Vater ist total stolz. Ich lade alle fürs Wochenende ein, darauf wollen wir trinken.
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Jetzt steht mir noch das Gespräch mit Torsten bevor. Ich komme mir auf einmal komplett idiotisch vor. Aber was hätte ich machen sollen? Wie oft habe ich schon erlebt, dass Männer sich auf Positionen schieben, weil Frauen nicht durchsetzungsfähig genug waren. Ich hoffe, er versteht das. Punkt 19 Uhr steht er vor der Tür. Mit einem Riesenstrauß Rosen und einer Flasche Champagner. Ich bin gerührt. "Vielen Dank Torsten, das war doch nicht nötig", ich bin total verlegen. "Doch, das war es!" institiert er. "Jetzt trinken wir zwei Champagner und reden über alles." Nach dem zweiten Glas werde ich locker. Ich rede und rede und rede. Darüber dass ich auf einmal nicht mehr wusste, wie ich mit der Situation umgehen sollte, als ich erfuhr, dass er mein Konkurrent um den Job ist. Darüber, dass ich völlig hin- und hergerissen war, darüber, dass mich sein Kuss berührt hat und und und. Torsten hört ernsthaft zu, er unterbricht mich nicht und lacht ab und zu. Irgendwann habe ich alles gesagt und schweige. "Ich bin erleichtert, dass Du mir alles gesagt hast. Kannst Du Dir vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als Du Dich von jetzt auf gleich von mir zurück gezogen hast? Ich dachte, es liegt an dem Kuss. Reden wolltest Du auch nicht. Ich war völlig verwirrt." Ich zucke mit den Schultern. Thorsten erzählt weiter, als Mohn ihm gesagt hat, dass ich auch im Rennen sei, dass er sofort gesagt hat, ich sollte den Job machen. Ich wäre länger dabei, kompetent und strebsam.Er sagt er verzichtet gern auf die Position, er hatte sich ja auch gar nicht beworben, sondern es war die Idee von Herrmann, dass er diesen Job macht. Wir reden und reden und reden und ich merke, wie mein Kopf glüht, vom vielen Champagner. Es vergehen Stunden und ich fühle mich so wohl bei Torsten. Auf einmal nimmt er meine Hand.

Die Entscheidung

Abends telefoniere ich stundenlang mit Katja, Sandra, Marko und Silke. Robert ist leider nicht zu erreichen. "Du schaffst das schon!" muntern mich meine Freunde auf. "Was ist, wenn der mich gar nicht will? Was mache ich dann?" "Würde bewahren," meint Silke. "Ich gehe aber nicht davon aus." Ich bin sicher die nehmen Dich." Optimisten. Ich suche meine besten Klamotten heraus und schlafe unruhig. In meinen Alpträumen verhöhnt mich die komplette Kollegenschaft und ich wache schweißgebadet auf. Ich weiß, ich habe nichts zu verlieren, es würde aber eine Niederlage für mich bedeuten...
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Um 10 Uhr stehe ich in Mohns Büro. Pünktlich. Mein Herz klopft bis zum Hals. Herr Mohn ganz allein, ohne den Personalheini. Ich bin verwirrt. "Setzen Sie sich Frau Schneppenberg." Ich habe einen Kloß im Hals. "Ich habe gründlich darüber nachgedacht, ob Sie die Richtige für den Job sind." Ich starre ihn an, unfähig ein Wort zu sagen. "Um es vorweg zu sagen: Herr Geist verzichtet höchst ungern auf Sie. Ich bin aber davon überzeugt, dass Sie der Herausforderung gewachsen sind!" sagt Mohn. Ich starre weiter. War das eine Zusage? "Sie meinen, ich, ich habe den Job?" stottere ich. "Ich würde Sie gern als neue Exportmanagerin begrüßen, Frau Schneppenberg. Vorausgesetzt, sie sind immer noch interessiert.""Aber, aber selbstverständlich" Mohn steht auf, reicht mir die Hand und sagt: "Herzlichen Glückwunsch! Wir haben allerdings noch viel zu bereden." "Natürlich, herzlich gerne. Ich freue mich." "Wie ich bereits sagte, Herr Geist verzichtet ungern auf Sie und besteht darauf, dass Sie eine Nachfolgerin einarbeiten. Wir haben auch schone eine Dame gefunden, die gern Ihre Position übernimmt. Es ist Rebecca Wille, sie war bis vor kurzem Praktikantin. Herr Tillmanns hat den Vorschlag gemacht, Herr Geist war einverstanden und Frau Wille hocherfreut. "Das ist eine fantastische Idee, Frau Wille macht das sicher sehr gut." Sage ich. Einen kleinen Stich hat mir aber die Bemerkung "Herr Tillmanns hat den Vorschlag gemacht" verursacht. Ich verdränge es. Rebecca ist wirklich gut. "Gut" nickt Mohn, Frau Wille kommt übernächste Woche zu uns und sie arbeiten sie sukzessive ein, müssen sich aber auch an ihren neuen Job gewöhnen. Schaffen Sie das?" Mir wird ganz heiß. "Ich wusste ja, was auf mich zukommt." Stammele ich."Damit sie nicht ganz allein sind, wird Ihnen Herr Harreis zur Seite stehen. Er kennt sich ja mit dem Exportgeschäft gut aus und hat sich spontan angeboten." Ausgerechnet Torsten? Ich bin verwirrt.
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"Herr Harreis war ja ebenfalls im Gespräch, als er erfahren hat, dass Sie seine Mitbewerberin sind, hat er spontan auf die Stelle verzichtet und uns davon überzeugt, dass Sie die bessere Wahl sind. Er steht Ihnen aber zur Seite und Sie dürfen ihn jederzeit abberufen um sich einzuarbeiten." Ich fasse es nicht. "Das ist ja wunderbar, er kennt sich ja wirklich gut, hat ja längere Zeit im Ausland gelebt." Mohn nickt. Wir reden noch übers Gehalt und er nennt mir eine Summe, bei der ich schlucken muss. Dazu gibt es natürlich einen Firmenwagen, den ich mir aussuchen darf. Nach einer Stunde gehe - nein ich stolziere - aus seinem Büro und laufe direkt Torsten in die Arme.

Keine Atempause

Torsten hat mir eine SMS geschickt. "Egal, worum es geht, ich würde gern mit Dir reden. Bitte gib mir eine Chance". Ich ignoriere das lieber erst einmal. Gregor möchte mit mir reden. Was er wohl auf Lager hat? Das Jahr hat gut und mit viel Arbeit begonnen und ich habe wenig Zeit an andere Dinge zu denken. Ein bisschen Sport als Ausgleich tut schon gut. Am Wochenende zieht Sandra in die neue Wohnung. Ich freue mich irgendwie darauf, dass sie näher bei mir wohnt. Jürgen ist nach ihrer Aussage ganz aufmerksam und um sie bemüht. Das sind Dinge, die mich momentan überhaupt nicht beschäftigen. Katja und Markus scheinen auch in schönster Harmonie zueinander zu stehen. Ich will nicht darüber nachdenken, weil sich unweigerlich Torsten in meine Gedanken drängt. Ich tue es ja trotzdem und das Telefon reißt mich heraus. Es ist Robert. "Simone hast DU gerade mal Zeit zu mir zu kommen? Jetzt sofort?" "Klar, ich habe in einer Stunde einen Termin mit Gregor, aber jetzt geht es gut." Ich eile also zu Robert.Er begrüßt mich mit einer kurzen Umarmung. "Ich komme direkt zur Sache, Simone" sagt er. Mein Herz pocht laut. "Herr Mohn hat mir von Eurem Gespräch erzählt." Kurze Pause, ich schaue ihn erwartungsvoll an.
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"Du scheinst ja mächtig Eindruck gemacht zu haben." Mir fällt ein Stein von Herzen. "Aber..." Ich wusste es, er will mich nicht. Erschrocken starre ich Robert an. "Ja, es gibt ein ABER. Gregor will nicht, dass Du diesen Posten bekommst. Er hat Mohn gesagt, dass er nicht glaubt, dass Du dem Stress gewachsen wärst. Schließlich würdest Du immer darauf achten, pünktlich Feierabend zu machen, egal, was noch zu tun wäre." In mir kocht es. "DAS hat er gesagt?! Das ist doch wohl die Höhe! Ich bin fast IMMER vor ihm da, außer er hat einen frühen Termin. Ich lasse NIE etwas unerledigt. Muss ihm ständig den Arsch nachtragen und dann so was? Den knöpf ich mir vor." Wütend springe ich auf.
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"Setz Dich wieder," beschwichtigt Robert mich. "Du darfst das ja gar nicht wissen, das ist Dir doch klar!" Ich nicke. "Und" er fährt fort "der Grund ist doch klar. Ohne Dich ist er aufgeschmissen! Keiner kennt sich so gut aus, wie Du! Zimmermann ist doch ein guter Bekannter von mir, wir gehen gemeinsam joggen. Er hat mir das erzählt. Ich habe ihm schon gesagt, was ich davon halte. Mohn kann sich eben nicht so ein gutes Bild von Dir machen. Keine Sorge, Simone, ich helfe Dir. Weil ich Dich mag und weil ich weiß, was Du kannst. Du wirst mit Sicherheit ein weiteres Gespräch haben. Da wird bestimmt die Sprache auf Überstunden, Mehrarbeit und so weiter, kommen. Sag einfach, dass es Dir völlig klar ist, dass Du eine ganz andere Verantwortung trägst, die andere Arbeitszeiten mit sich bringt." Ich nicke, habe aber einen Kloß im Hals vor lauter Wut. "Und was ist mit Torsten?" frage ich vorsichtig. "Dazu kann ich Dir nichts sagen, Simone. Kämpf für Dich!" Er nimmt mich kurz in den Arm. "Und bitte - lass Dir nichts anmerken, Gregor gegenüber." Ich verspreche es ihm und gehe in mein Büro zurück. Gregor schaut mich unschuldig an. Ich darf nichts sagen und das ärgert mich. "Gibt es was Neues, Simone?" fragt er harmlos. "Nein, nicht wirklich", sage ich. "Oder haben Sie was gehört? Sie wissen ja, dass ich mich auf den Job als Exportmanager beworben habe. Hat Herr Mohn mit Ihnen darüber geredet?"Ich schaue ihn direkt an. Gregor schaut mich nicht an und stottert. "Nein, äh, wieso?""Hätte ja sein können, sie sehen ihn ja bei ihren wöchentlichen Jour-Fix!"Er schüttelt den Kopf und wechselt das Thema. Ich muss überlegen, wie ich weiter vorgehe. In dem Moment ruft Frau Kratz an. "Frau Schneppenberg, Herr Mohn möchte morgen früh gern mit Ihnen reden." Mir schlägt das Herz bis zum Hals. "Selbstverständlich" stottere ich.

Warten erfordert Geduld

Abends berichte ich allen von meinem Gespräch. Robert ist den ganzen Tag über nicht zu erreichen. Ich habe ihm eine sms geschickt und brenne auf seinen Anruf. Wer aber anruft ist Torsten. Ich fühle mich wie eine Verräterin. "Ich möchte gern mit Dir reden, Simone" sagt er. "Kein Problem, Torsten" erwidere ich. "Was ist passiert? Habe ich Silvester etwas falsches gesagt? War es der Kuss? Was ist auf einmal geschehen? Bitte erklär es mir, es ist mir wichtig!"Ich überlege. Soll ich von dem Gespräch erzählen? Er ist mein Konkurrent. Andersherum scheint er mir eine ehrliche Haut zu sein. Ich bin unsicher. "Ich kann jetzt noch nicht darüber reden, sei mir nicht böse", sage ich. Betretens Schweigen. "Simone, ich will mich nicht aufdrängen, aber wenn ich Dir helfen kann, sag mir bitte, wie!" Es tut mir fast weh, dieser Zwiespalt."Das mache ich sicherlich, Torsten. Lass uns zu einem späteren Zeitpunkt reden. Ich melde mich bei Dir, versprochen!" Wir beenden das Gespräch. In mir bleibt ein komisches Gefühl.
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Dann meldet sich Robert doch noch und ich erzähle ihm haarklein, wie es gelaufen ist. Er ist optimistisch. "Ganz toll, Simone - he aus Dir wird noch eine richtige Karrierefrau! Gibst Du Dich dann mit so einem kleinen Pressesprecher überhaupt noch ab?" Ich muss lachen. Zwischen uns ist ein einigermaßen freundschaftliches Verhältnis geworden. So wie die Dinge sind, habe ich sie akzeptiert. Robert ist trotzdem ein Glücksfall für mich. Er fordert und fördert somit mein Selbstbewusstsein heraus. Ohne ihn, wäre ich jetzt nicht auf dem Weg, den ich gerade begehe.Und wer weiß, vielleicht gibt es für Torsten und mich die Möglichkeit zusammen etwas aufzubauen?! Herr Zimmermann hat ja so etwas angedeutet. Diese Warterei macht mich verrückt. Gregor weiß sicher, was los ist. Er ist äußerst liebenswürdig und ich fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen.
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Sandra ist derweil dabei ihre Wohnung zu renovieren und ich helfe ihr. Rainer ist auf einmal kein Thema mehr. Jürgen hat sich, ihrer Meinung nach, total verändert. Er ist aufmerksam und liebevoll, bemüht sich um sie und sagt ihr, was sie ihm bedeutet. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll. Vielleicht hat er gemerkt, dass sie ernst macht und besinnt sich deshalb eines Besseren? Oder aber er will sie einfach halten. "Er hilft mir bei der Wohnung wo er kann. Gestern hat er den ganzen Tag allein tapeziert und gestrichen, sich extra Urlaub genommen. Natürlich möchte er gern, dass ich bei ihm wohnen bleibe, aber ich halte es für gut, erst einmal auszuziehen. Er legt mir auch keine Steine in den Weg." "Egal, was Du tust, Süße, Du hast meine volle Unterstützung. Ich will nur, dass Du glücklich bist!" Wir nehmen uns in den Arm. "Hauptsache, die Mühe ist nicht umsonst und Du ziehst nach 2 Monaten wieder aus" ich drohe ihr mit dem Pinsel. "Nein, keine Angst. Wir werden sehen, was passiert."Sandra ist einigermaßen im Lot und ich halte ihre Entscheidung, sich eine eigene Wohnung zu suchen, für die richtige. Ich erzähle ihr von dem Zwiespalt, den ich wegen Torsten habe. Sandra weiß auch keinen Rat. Soll ich ihn anlügen? Oder ihm die Wahrheit sagen? Eins ist sicher, unser Verhältnis ist so oder so gestört, egal, was ich tue. "Ist er Dir denn so wichtig, Simon?" fragt Sandra. "Wichtiger als der Job?" Ich weiß es nicht. Der Job ist mir sehr wichtig und ich merke, wie sehr ich es möchte. Es geht leider nicht einfach so, ich muss für alles kämpfen, oder los lassen. Sandra nimmt mich in den Arm. "Hör auf Deinen Bauch. Torsten ist echt nett. Vielleicht verzichtet er ja auch zu Deinen Gunsten auf seine Bewerbung? Hast Du daran schon mal gedacht?" Mir ist der Gedanke überhaupt nicht gekommen. Merkwürdigerweise dachte ich immer nur daran, meinerseits zu verzichten. Ganz schön dumm.Trotzdem bin ich nicht sicher, wie er reagieren würde. Dazu kenn ich ihn zu wenig."Vielleicht haben die sich schon längst entschieden, ich habe mein Bestes gegeben und nun muss ich abwarten." Wir kommen gut voran bei Sandra und ich falle später erschöpft ins Bett.

Ein Konzept ist ein Konzept ist ein Konzept

Am nächsten Tag habe ich ein unglaubliches Konzept und ein Profil von mir, dass mich fast beschämt. Robert hat beeindruckende theoretische Methoden aufgeschrieben, das mir schwindlig wird. "Es ist egal, Simone," hat er gesagt. "Wichtig ist, dass Du jetzt beeindruckst. Kein Mensch wird Dich auf dieses Konzept festnageln." Zeige Dich von Deiner besten Seite - und glaube endlich an Dich.Klar, wir haben uns geküsst, als alles fertig war, aber mehr auch nicht. Robert hielt sich zurück und ich bin auch froh, dass wir uns intensiv mit meinem künftigen beruflichen Erfolg befasst haben. Torsten war kein Thema. Robert war der Meinung, dass Torsten mit Sicherheit nicht so etwas ausgefeiltes zum Besten gegeben hat - das glaube ich auch. Es versetzt mir trotz allem einen kleinen Stich, wenn ich an ihn denke. Egal. Es geht jetzt um mich. Wir haben uns sogar darüber unterhalten, wie ich mich kleide, wie ich die Haare trage und selbst zu meinem Make-up konnte Robert mir Tipps geben. Der perfekte PR-Berater. Ich habe ihn gefragt, warum er das alles für mich macht? "Weil Du einen ganz besondere Frau bist und ich niemals mit Deinen Gefühlen hätte spielen dürfen. Vergiss das bitte nicht. Du beeindruckst durch ganz andere Dinge, als durch Sex. Ich mag dich wirklich und will Dich unterstützen." Ich war fast beschämt ob des Lobes. Ich fühle mich gut, stark und bestens auf das Gespräch vorbereitet.
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Punkt 11 Uhr stehe ich am nächsten Tag im Sekretariat von Herrn Mohn. Frau Kratz begrüßt mich freundlich und bittet mich, noch einen Moment Platz zu nehmen. Ich bin sehr nervös, habe schlecht geschlafen und versuche mich auf das wesentliche zu konzentrieren, ganz wie Robert es mir geraten hab. Mentale Unterstützung habe ich mir gestern noch von Katja geholt.Jetzt ist es soweit, Frau Kratz bittet mich in Mohns Büro zu gehen. Einmal durchatmen und hinein in die Höhle des Löwen. Ich fühle mich wie Gulliver im Land der Riesen. Das Büro ist groß und ich bin so unendlich klein. An einem Besprechungstisch ganz am anderen Ende sitzen Mohn und Zimmermann, Zimmermann ist der Personalchef. Meine Knie zittern. Beide stehen auf, ich brauche unendlich lange, bis ich den Tisch erreicht habe.
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"Guten Tag Frau Schneppenberg! Schön Sie zu sehen." Ganz freundlich reicht er mir die Hand. Zimmermann ebenfalls. Ich nehme Platz und spüre wie ich schwitze.Sie haben meine Personalakte vor sich liegen. Ich sehe ein Foto von mir, aus längst vergangenen Tagen. Mohn beginnt zu plaudern und erzählt mir, dass Robert ihn auf meine gute Arbeit angesprochen hat und auch Gregor sich lobend über mich geäußert hat. Ich bin überrascht. "Wir reden nicht um den heißen Brei herum, Frau Schneppenberg. Wir suchen einen Exportmanager oder managerin, der in der Lage ist, das Exportgeschäft zu koordinieren - sie wissen ja, dass wir unseren Markt in England erweitert haben. Es gehört nicht nur Organisationstalent dazu, sondern auch Durchsetzungsvermögen und die Bereitschaft zu reisen, auch mal längere Zeit in England zu bleiben. - Pause - Würden Sie sich das zutrauen?"Die beiden schauen mich erwartungsvoll an. Ich lehne mich zurück, lächele und sage: "Selbstverständlich, sonst wäre ich ja jetzt nicht hier. Ich habe mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, was auf mich als Exportmanagerin zukommt. Ich bin sicher, ich bin genau die Richtige für diese Position." "Was kommt denn ihrer Meinung nach auf Sie zu?" fragt Zimmermann. Fließend spule ich das von mir verinnerlichte Konzept ab. Ich höre mich über die Chancen und Möglichkeiten reden, die der englische Markt bietet. Über das Wachstum der Stahlbranche in den vergangenen Jahren. Über den Bedarf von Stahl auf dem asiatischen Markt, der die Preise in die Höhe getrieben hat. Ich erzähle von der Qualität europäischen Stahls und profitablen Möglichkeiten für Ferro-Mohn aufgrund der steigenden Nachfrage. Ich rede, als hätte ich den Job bereits (Danke Robert!) Die beiden scheinen sehr interessiert zu sein und fragen mich, wie ich all diese Theorie denn umzusetzen gedenke?Auch darüber habe ich mit Robert gesprochen und kann somit meine Strategie erklären. Ein kurzer Blickwechsel zwischen Zimmermann und Mohn verrät mir, dass sie nicht damit gerechnet haben. Es wird ein langes Gespräch. Ich fühle mich absolut sicher und gut. Am Ende sagt Herr Mohn: "Vielen Dank Frau Schneppenberg. Ich bin wirklich überrascht, über welches Fachwissen sie verfügen. Ich will Ihnen aber auch nicht verheimlichen, dass sie nicht die einzige in Frage kommende Person sind." Pause - ich sage auch nichts. "Wobei wir früher oder später ohnehin nicht mit einem Mitarbeiter auskommen", fügt Zimmermann hinzu. "Lassen Sie uns ein paar Tage Zeit, wir melden uns bei Ihnen". Ich bedanke mich für das Gespräch und verabschiede mich liebenswürdig. Ich habe ein gutes Gefühl.

Tuesday, February 12, 2008

Lernen, lernen, lernen

Zuhause mache ich mich sofort auf die Suche nach einem Buch, welches mir mal meine Freundin Dorothee geschenkt hat. "Die Venus Strategie". Ich mache mich sofort daran, alles zu lesen und zu verinnerlichen. Es geht um die verschiedenen Methoden, die Männer und Frauen anwenden um beruflichen Erfolg zu haben. Ich erkenne mich wieder. Brav befolge ich die Anweisungen, rede mantraartig den vorgegebenen Text und versuche zu visualisieren, wie ich mich als Exportmanagerin gebe. Zufrieden schlafe ich ein.
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Am nächsten Tag ist Gregor auch wieder im Büro, hektisch wie immer. "Simone, ich brauche ganz dringend die Preisliste fürs Neue Jahr, haben wir doch schon im November fertig gehabt!" Ich bleibe gelassen. "Guten Morgen, Gregor, ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches, neues Jahr, gute Ergebnisse und viel Erfolg." Perplex schaut er mich an. "Entschuldigung, ich Ihnen natürlich auch. Aber diese Preisliste!" Ich habe diese Preisliste erstellt, sie liegt auf dem Server, da wo sie hingehört. Ich lächel ihn an und verlasse sein Büro. Natürlich weiß er nicht, wo die Preisliste liegt, weil er sich nichts merkt und ich ihm ständig alles nachtrage. Erst einmal gehe ich zur Buchhaltung, weil ich dringend etwas klären muss. Natürlich plaudere ich noch ein wenig mit Gaby. 20 Minuten später bin ich zurück. Gregors Tür ist geschlossen und ich höre ihn telefonieren. Ganz devot und leise. Am liebsten würde ich mein Ohr an die Tür drücken. Das bin ich nicht von ihm gewohnt. Mein Telefon klingelt und ich sehe den Namen im Display. Frau Kratz - die Sekretärin von Mohn. Mein Herz schlägt schneller.
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"Schneppenberg" melde ich mich artig. "Guten Tag Frau Schneppenberg, hier ist Frau Kratz. Ich hoffe, Sie hatten einen guten Start ins Neue Jahr?" fragt sie freundlich. "Ja selbstverständlich, Frau Kratz. Ich hoffe, Sie auch?" Nachdem wir unsere Höflichkeiten ausgetauscht haben, kommt sie zum Thema. "Frau Schneppenberg, Herr Mohn möchte sich gern mit Ihnen unterhalten. Übermorgen um 11 Uhr. Passt Ihnen das?" Ich atme tief durch. Nur nicht zu euphorisch werden."Worum geht es denn?" frage ich so gelassen wie möglich. "Um Ihre Zukunft" lacht Frau Kratz. "Herr Mohn hat erfahren, dass sie durchaus bereit sind, ihre Arbeitsleistung noch effektiver in den Dienst von Ferro-Mohn zu stellen. Darüber möchte er sich mit Ihnen unterhalten.""Ich bin übermorgen um 11 Uhr bei Ihnen!" versichere ich ihr, lege auf, balle die Faust und ziehe sie herunter. "JA!!" Ich bin froh. In dem Moment kommt Gregor ins Büro. "Welchen Erfolg haben Sie denn zu verbuchen?" fragt er misstrauisch.Ich schwanke, soll ich es ihm sagen, oder besser nicht? Ich entscheide mich für die Wahrheit."Sie waren ja so freundlich, mich bei Herrn Mohn zu loben. Ich habe übermorgen einen Termin bei ihm. Vielleicht geht es um die Gehaltserhöhung, die sie mir versprochen haben?" Er wird leicht rot. "Ja, wahrscheinlich. Haben Sie sich ja verdient." Dann geht er.Ich rufe erst einmal Robert an. "Wir sollten noch einmal üben" sagt er. "Hast Du heute Abend schon was vor?" Ich verneine. Ich frage auch nicht, wie er sich zuhause rechtfertigt."Komm doch zu mir, dann können wir uns ungestört unterhalten." Höre ich mich sagen. "Gerne, ich bringe eine Flasche Wein mit, soll ja nicht so ganz trocken sein, unsere Unterhaltung" säuselt er. Mistkerl denke ich, muss aber gleichzeitig grinsen. Er weiß genau, wie man Frauen beeindruckt.
***
Zuhause hübsche ich mich natürlich auch, was von ihm wohlwollend bemerkt wird."Ok, lass uns anfangen. Hast Du Dir überlegt, mit welchen Argumenten Du Mohn beeindruckst? Hast Du Dir schon einmal Notizen gemacht, wie Du Deine Aufgabe gestalten würdest? Vorschläge, wie Du erfolgreich agieren wirst?" Ich werde kleinlaut. "Ja, ich habe mir schon eine Menge überlegt, aber ob das reicht?" Robert verdreht die Augen. "Dann lass mal hören, Du willst doch den Job?" fragt er noch einmal. Ja, ich will. Und ich lege los. Erzähle ihm blumig von den Dingen, die ich erfolgreich abgewickelt habe, meine Präsentationen, wie ich als Exportmanagerin agieren würde und und und. "Das ist alles schön und gut, Simone. Aber dieses: "Ich würde" und "wenn ich Exportmanagerin wäre" oder "Herr Geist hatte vorbereitet", hört sich für mich nicht so an, als wärst DU von Dir überzeugt. Rede anders: "Ich werde! Als Exportmanagerin werde ich das und das. Ich habe das Projekt abgewickelt!" Du redest mit einem Mann, der will Fakten hören und keine schwammigen Vermutungen. Wir machen jetzt ein Konzept. IST-Zustand und WIRD-Zustand. Wir prognostizieren, wie Du als Exportmanagerin den Umsatz steigerst, was Du dazu benötigt, welche Man-Power Dir zur Verfügung stehen muss und wie woraus sich Umsätze ergeben. Ich schaue ihn an: "Aber woher soll ich das wissen?" Robert seufzt. "Simone, ich glaube, DU kannst das alles, aber glaubst Du das auch?" Ich werde wütend. "Ja sicher!" "Dann lass Deine Phantasie spielen, LEIDENSCHAFT, schöne Frau. Ich weiß doch, dass Du jede Menge davon besitzt!" Er streichelt meine Wange und trinkt einen Schluck Wein. "Und jetzt an die Arbeit! Ich habe die ganze Nacht Zeit."

Tuesday, February 05, 2008

Neues Jahr, Neuer Erfolg---

Die erste Woche im neuen Jahr beginnt. Was wird passieren? Werde ich diese Woche endlich ein Gespräch mit Mohn haben? Ich begebe mich ins Büro, wie gewohnt. Gregor hat heute noch einen Tag frei - "Überstunden". Das ist aber auch gut so, ich muss ihn nicht direkt am ersten Tag sehen. Ich arbeite mich durch meine E-Mails. Ist ja nicht viel passiert in den Tagen zwischen den Jahren. Gaby ist auch schon im Büro, ich wünsche ihr ein frohes, neues Jahr und verabrede mich mit ihr in der Kantine. Irgendwie fühle ich mich elendig. Ich denke an Torsten - was macht er wohl? Ob auch er an mich denkt? Während ich in Gedanken versunken bin, klopft es kurz an meiner Tür und ein strahlender Robert kommt herein.
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Ich muss lächeln, der Mann ist einfach ein Sonnenschein und egal was war, mir wird warm ums Herz. Er kommt auf mich zu, zieht mich von meinem Stuhl hoch und wünscht mir ein erfolgreiches, neues Jahr, gleichzeitig drückt er mich fest an sich. "Darf ich Dich küssen? Zum neuen Jahr?" Ich muss lachen und fühle mich zu ihm hingezogen. "Ja darfst Du!"Hingebungsvoll küsst er mich und in dem Moment klopft es an der Tür. Wir schaffen es gerade uns von einander zu trennen, als Torsten schon seinen Kopf hineinsteckt. Ich fühle mich ertappt und räusper mich verlegen. "Oh, Entschuldigung, ich wollte nicht stören, ich wollte Dir nur Hallo sagen... " "Nein, Du störst nicht, ich, wir.. ähem ich meine Robert, äh, Herr Tillmann" stottere ich. "Torsten, ich wünsche Dir natürlich auch ein gutes, neues Jahr." Robert geht auf Torsten zu und schüttelt ihm kameradschaftlich die Hand. "Ok, ich bin gleich mit Herrmann verabredet, macht es gut." Und schwupps ist Torsten verschwunden. "Was hat der denn?" fragt Robert."Robert ich muss dringend mit Dir reden" sage ich. "Wegen Torsten? Ist was zwischen Euch?""Allerdings", antworte ich. "Aber das muss ich Dir im Einzelnen erklären. Wann hast Du Zeit?""Ich könnte mich mal für ein, zwei Stunden frei machen, wenn Du möchtest." Er grinst dabei so zweideutig. "Es ist mir ernst, Robert. Es geht um den Job!" Er versteht scheinbar. "Lass uns um 17 Uhr im Café in der Rosenstraße treffen, dann kannst Du mir alles erzählen!"Es sieht so aus, als wüsste Robert nichts von dem Gespräch zwischen Mohn und Torsten.Ich kann den Feierabend kaum abwarten.
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Punkt 17 Uhr sitze ich im Café. Robert ist einige Minuten später auch dort. Ich erzähle ihm alles. Die Silvesterparty, die Äußerung von Torsten, alles, nur den Kuss lasse ich aus. Robert hört aufmerksam zu und unterbricht mich nicht. "Ich bin überrascht," sagt er nach meinem Bericht. "und ich wusste nichts davon, dass Mohn sich Torsten ausgeguckt hat. Was willst Du tun?" fragt er mich. Ich zucke mit den Schultern und schüttele den Kopf. "Simone!" er hebt mein Kinn. "Du musst kämpfen! Es ist doch leider immer so. Beweise Mohn, dass Du die Bessere bist. Das ist keine Niederlage, sondern eine Herausforderung!" "Aber ich hatte ja nicht einmal ein Gespräch....." sage ich bedrückt. "Umso besser. Wir bereiten Dich minutiös darauf vor. Ich werde Dich so gut coachen wie es geht. Und wir fangen jetzt damit an.!" "Jetzt? Wie stellst Du Dir das vor?"
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"Frau Schneppenberg, warum sind Sie geeignet für die Position des Exportmanagers?""Robert, was soll der Quatsch!" sage ich."Bitte beantworten Sie meine Frage!" sagt er und blickt mir fest ins Gesicht."Ach, was weiß ich. Robert wir...!""Simone, willst Du den Job oder nicht??!""Ja schon...""Ja schon?? Bedeutet Nein. Dann lasses. Bleib Gregors Assistentin und beglückwünsche Torsten" er rührt in seiner Tasse. "ich will doch....!" sage ich kleinlaut."Und WO ist Deine Leidenschaft? Überzeuge mich und Du überzeugst Mohn. Fang jetzt an!"Eindringlich schaut er mich an. Ich spüre, wie der Ehrgeiz mich überkommt, habe aber Hemmungen einfach zu vergessen, dass Robert Robert ist.
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"Jetzt!" sagt er noch einmal. Und ich lege los. Ich versuche nicht sofort los zu sprudeln, sondern berichte über meine Erfolge in den letzen Jahren, berichte darüber, was ich aus dem Job gemacht habe, wie viel ich Gregor abgenommen und selbstständig abgewickelt habe. Mein guter Draht nach England. Meine Verlässlichkeit, mein Wort, mein Charme."Es ist ein Frage und Antwortspiel. Nach einer halben Stunde lächelst Robert mich zufrieden an."Das war gut, Simone, sehr gut sogar. Aber wir sollten uns noch ein wenig intensiver darum kümmern, dass Du überzeugter von Dir bist! Das bekommen wir hin."Ich bin erleichtert. Wir verabschieden uns und Robert verspricht mir, dass er mich weiterhin unterstützt. "Klemm Dich dahinter!" gibt er mir mit auf den Weg.

Tuesday, January 29, 2008

Neues Jahr - neuer Erfolg?

So habe ich mir den Neujahrstag nicht vorgestellt. Ich habe kaum geschlafen und bin gerädert. Ich weiß nicht, wie ich mich Torsten gegenüber verhalten soll. Er wirkte so geknickt und der Kuss war echt klasse. Ging mir durch Mark und Bein. Ich versuche mal heute mit jemanden darüber zu reden. Bei Silke ist ein Neujahrsbrunch, ab 14 Uhr, vielleicht kann ich das Thema mal ansprechen. Markus wäre der richtige Ratgeber. Ich schlage um 14:15 bei Silke auf. Katja und Markus sind bereits da. Sandra mit JÜRGEN? Ich traue meinen Augen nicht, Marko und Andre sind da. Und ich. Großes Hallo und Neujahrwünsche. "Wo ist denn Torsten?" Katja zieht mich zur Seite. "Er hätte doch mitkommen können!" Ich zucke mit den Schultern "Das ist eine längere Geschichte," sage ich "und ich brauche einmal Euren Rat, Markus und Deinen".
***
Schon wenige Minuten später sitzen wir in Silkes Schlafzimmer, sie hat es erlaubt.Ich erzähle alles. Auch, dass wir uns geküsst haben. Und ich schaue wohl sehr verzweifelt. Katja nimmt mich in den Arm und Markus überlegt laut: "Ganz dumme Situation! Ihr mögt Euch scheinbar, Torsten ist wirklich ein netter Typ, und auf einmal seid ihr Konkurrenten. Ohne das Torsten davon etwas weiß" "Wie soll ich mich denn nun verhalten?" frage ich."Wie wärs, wenn Du es ihm erzählst? Er hat natürlich den Vorteil, dass er schon mit Eurem Chef gesprochen hat. Hast Du schon einen Termin?" Ich verneine. Ich gehe ja erst nächste Woche wieder ins Büro und hoffe, dann sofort einen Termin zu bekommen. "Was ist Dir denn wichtiger? Der Job oder Torsten?" fragt Katja. "Der Job natürlich!" sage ich spontan. "Mit Torsten ist ja noch nichts passiert. Ich bin froh, dass er mir das mit seinem Jobangebot noch rechtzeitig gesagt hat. Sonst....." ich stocke. "Sonst was?" fragt Katja. "Ich weiss auch nicht, wir waren uns auf einmal so nah. Ich fand diese Nähe schön." "Ich würde Dir raten, dass Du so schnell wie möglich mit Mohn redest und ihn offensiv fragst, wie Deine Chancen sind und ob es noch weitere Bewerber gibt. Du musst ja Torsten nicht in die Pfanne hauen. Danach solltest Du aber mit Torsten reden." Ich nicke. Ja, ich denke auch, das ist das Beste. Solange halte ich wohl lieber Abstand von ihm. Wir diskutieren noch eine Weile und gehen dann zurück zu den Köstlichkeiten, die Silke präsentiert.
***
Marko scheint so richtig verliebt zu sein. Ich freue mich für ihn. Andre ist kein windiger Typ, sondern ein richtiger lieber Mensch, der offensichtlich total in Marko verliebt ist.Ich fühle mich gerade wieder ein wenig einsam. Torsten würde sich prima hier machen. Und ich hätte ihn gern dabei gehabt. Ist er mir vielleicht doch nicht so egal?

Tuesday, January 15, 2008

Große Ernüchterung

Er wirkt ganz aufgeregt und ich bin gespannt. "Mohn möchte gern den Export expandieren und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Exportmanager zu agieren! Ist das nicht fantastisch?"
Ich spüre, wie nüchtern ich auf einen Schlag bin und starre ihn entsetzt an. "Simone, was ist los, ist Dir nicht gut?" "Schon gut, Torsten, ich, mir." Stottere ich herum. "Entschuldige bitte.!" Sage ich und renne zur Toilette. Ich sehe sein entgeistertes Gesicht.Schnell schließe ich mich ein und merke, wie mir die Tränen in die Augen schießen. Ich bin so wütend und ziehe erst einmal mein Handy heraus. 3 SMS - die lese ich erst einmal.Eine von Sandra - Mist ich habe vergessen zu smsen. Sie feiert nun doch mit Jürgen und es war bisher "wunderschön".
Oh je, was soll ich davon halten. Ich smse schnell ein "Frohes Neues Jahr" zurück. Eine sms von Katja und Markus, die mir ebenfalls einen guten Jahresbeginn wünschen. Und eine SMS von Robert! Das überrascht mich. "Simone, ich bin mir sicher, das wird Dein Jahr. Ich freue mich darauf, Dich ein wenig begleiten zu dürfen, Kuss, Robert." Mir laufen die Tränen einfach so herunter und ich weiß gar nicht, wie ich mich jetzt Torsten gegenüber verhalten soll. Er weiss ja gar nicht, dass ich ebenfalls an dem Job interessiert bin. Hat Mohn einfach, ohne vorher mit mir zu reden, beschlossen, Torsten den Job zu geben? Wenn das so ist, dann werde ich massiv dagegen vorgehen, auch wenn ich Torsten dabei reinreiße. Diese unglaubliche Ungerechtigkeit. Ich überlege kurz, wie ich jetzt vorgehe. Am besten sage ich Torsten nichts. Ich atme ein paar Mal tief durch und gehe zurück.

***
Er sitzt da mit sorgenvoller Miene "Was war mit Dir?" erkundigt er sich."Entschuldige bitte, mir war nicht gut, zuviel Wein, was weiss ich, es geht aber schon wieder" sage ich Schulter zuckend. "Wo waren wir stehen geblieben?" "Ähem, bei dem Job als Exportmanager."
Er schaut verunsichert. "Und?" frage ich, krampfhaft lächelnd. "Wann fängst Du an?" Torsten wirkt verunsichert. "Es ähem, ich bin wohl nicht der einzige, der in Frage kommt! Ich weiß allerdings nicht, wer mir Konkurrenz macht." Torsten lächelt nervös. Irgendwie ist die ganze, schöne Stimmung kaputt.
"Wann entscheidet es sich?" frage ich, eine Spur zu kühl. "Es werden wohl noch Gespräche mit dem a-a-anderen geführt." Stottert er. "Ach dann ist noch gar nichts entschieden?" jubel ich. Torsten wird immer kleiner. "Nein, noch nicht, ich glaube, wir wechseln lieber das Thema" sagt er.

***
Ich weiß nicht, ob er ahnt, wer sein Konkurrent ist, ich bin jedoch erleichtert und froh, dass ich erst einmal nachgefragt habe.In meinem Kopf ist alles durcheinander. Torsten und ich sind Konkurrenten, dabei fing es gerade so gut an.
Ich versuche ungezwungen zu sein, er auch.Irgendwann reißt Torsten seinen ganzen Mut zusammen und fragt: "Hab ich was falsch gemacht?"Ich beruhige ihn und fasele was von "müde sein" und "Kopfschmerzen."
Dabei bin ich hellwach. Am liebsten würde ich das kurze Gespräch vergessen und einfach weiterfeiern, mit Torsten knutschen und das neue Jahr genießen. Leider geht das nicht so einfach.
"Möchtest Du nach Hause?" fragt er. Ich zögere. "Nein, lass uns tanzen!" sage ich und ziehe ihn auf die Tanzfläche. Einfach vergessen. Irgendwann gegen halb sechs Uhr morgens fahren wir mit dem Taxi heim. Ich bedanke mich bei Torsten und küsse ihn schnell auf die Wange. Er schaut ein wenig enttäuscht aus. Ich muss jetzt an mich und meine Zukunft denken. Da bleibt keine Zeit für Emotionalitäten, besonders nicht im Fall Torsten. Eigentlich schade.

Monday, January 14, 2008

Last Day

Ich habe den Rest der Woche damit verbracht mich zu pflegen, ein wenig Sport zu treiben, mit Sandra Pläne für ihre Wohnung zu schmieden und nicht an den Job zu denken.

Ist mir auch gut gelungen. Torsten und ich fahren gemeinsam mit dem Taxi zur Zeche Zollverein. Ich freue mich schon richtig darauf. Ich weiß nur nicht was ich anziehen soll.Sandra berät mich. "Wenn doch Promis kommen, solltest Du Dich ordentlich aufhübschen," findet sie. "Zieh Dein schwarzes Kleid mit den Silberpailetten an, dazu die hohen Pumps, das ist fantastisch."

"Nicht zu fein?" Sandra findet das optimal. Und bei der Anprobe muss ich sagen: Ich finde mich auch sehenswert. "Torsten wird Augen machen!" Sandra ist hin- und her gerissen. Jürgen hat ihr den Vorschlag gemacht, den Abend gemeinsam zu verbringen und einen neuen Anfang zu wagen. Ich halte das für keinen guten Vorschlag, überlasse ihr jedoch die Entscheidung. Sie muss wissen, was gut für sie ist. Schließlich wartet ihre neue Wohnung auf sie.Wir werden auf jeden Fall versuchen, uns um Mitternacht zu erreichen. Ich bin schon ein wenig aufgeregt, freue mich aber aufrichtig.
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Um 19 Uhr steht Torsten vor der Tür. Ich habe mir geschlagene 2 Stunden lang Pflege angediehen und finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mühevoll habe ich meine Locken geglättet. Es ist unwahrscheinlich viel Arbeit, darum praktiziere ich das so selten. Torsten ist scheinbar hin und weg und macht mir haufenweise Komplimente.
So habe ich mir das vorgestellt. Der Abend beginnt prima. Wir ordern ein Taxi und fahren zur Zeche, die hell erleuchtet strahlt. Ein gigantischer Anblick. Ein roter Teppich ist ausgerollt und ich komme mir auf einmal so unglaublich wichtig vor. Torsten führt mich stolz und weltmännisch zum Eingang und reicht dem arroganten Türsteher die beiden Eintrittskarten. Der nickt würdevoll und wünscht uns einen schönen Abend. Meine Vorfreude steigt.
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Die Halle ist wunderschön dekoriert, es stehen überall Tische herum und Kellner kredenzen Sekt.
Ich nehme mir ein Glas und versuche erst einmal den richtigen Eindruck zu bekommen. Es ist noch nicht wirklich voll. Ich entdecke einige Honorationen aus der Stadt. Einige Soap-Stars stehen kichernd beieinander.
Interessant. Torsten ist sichtlich stolz darauf, mir so ein Event bieten zu können. Wir stolzieren durch die Halle und die Fotografen recken ihre Hälse. Kritisch beäugen Sie jeden, der vorbei kommt. Einer macht ein Foto von uns, vielleicht denkt er wir wären prominent? Wir setzten uns an eine Bar, trinken Wein und unterhalten uns angeregt. Die Halle wird langsam voller.
Den einen oder anderen Promi kenne ich. Meist sind es Schauspieler, ein paar alternde Deutschrocker, aber durchaus sehenswertes Publikum. Es soll ja noch einen Top-Act geben. Wer das sein wird, ist nicht bekannt.
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Ein Conferencier erklärt, dass eine Verlosung stattfindet - selbstverständlich kommen die Einnahmen einem caritativen Verein zugute.
Wir kaufen auch einige Lose - stolze 5 Euro das Stück. Torsten hat ein Los mit einer Nummer und ich auch. Der Hauptpreis ist ein Mittelklasse-Wagen, könnte ich gut gebrauchen. Allerdings findet die Auslosung erst spät am Abend statt.Inzwischen ist das Büffet eröffnet und wir schlendern hin um die Köstlichkeiten zu begutachten. Es schaut alles sehr nobel und überaus lecker aus. Ich weiß gar nicht, was ich zuerst nehmen soll. Mit vollen Teller steuern wir einen Tisch an und essen erst einmal was."Gefällt es Dir, Simone?" fragt Torsten.

"Selbstverständlich", sage ich mit vollem Mund "ich bin total begeistert!" Ein deutscher Schauspieler fragt höflich, ob der Platz noch frei wäre. Er setzt sich zu uns.Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir, dass er in München lebt, aber ursprünglich aus dem Ruhrgebiet kommt und deshalb den Abend hier verbringt.

Ein sympathischer Mensch, ohne Allüren. Wir plaudern noch eine Weile zu dritt und dann fordert mich Torsten zum Tanzen auf.Es macht richtig Spass. Wir tanzen, reden und trinken. Die Stimmung wird immer besser. Es ist schon bald 23 Uhr und in einer Stunde beginnt ein Riesenfeuerwerk.Ich fühle mich mittlerweile total wohl und gelöst.
Es gibt viel zu sehen und wir haben richtig Spaß.
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Auf einmal ist es 5 vor zwölf. Der Moderator macht uns darauf aufmerksam und ich werde ein wenig nervös. Wir reden, halten unseren Sekt in den Händen und stehen frierend draußen. Auf einmal zählen alle herunter: 10 - 9 - 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 FROHES NEUES JAHR tönt es. Torsten und ich prosten, dann steht er ganz nah vor mir und wir küssen uns. Kein ewig langer Kuß, doch spüre ich, wie angenehm ich das empfinde.Wir trennen uns aber schnell voneinander, lachen und bewundern das spektakuläre Feuerwerk.

Bei der Verlosung habe ich einen Einkaufsgutschein über 50 Euro von einem Kaufhaus gewonnen und Torsten ein Abo über ein Jahr "Spiegel". Wir sind zufrieden.Irgendwann sitzen wir an einem Tisch und reden natürlich über den Job. "Simone, ich darf eigentlich darüber reden, möchte Dir aber was erzählen!"

"Was denn?" frage ich ganz neugierig...

Monday, December 31, 2007

Feiertage sind freie Tage

Am nächsten Tag flüchte ich nach dem Frühstück nach Hause. Heike war sehr einsilbig und Oli sehr betreten. Ich frage mich wie lange er die Kuh noch erträgt. Die Kinder sind zuckersüß ganz mein Bruder. Meine Mutter hat noch belangloses Zeugs gefragt. Ich habe nicht viel erzählt. Und jetzt sitze ich hier völlig fertig auf dem Sofa. Am ersten Weihnachtstag nachmittags. Gut so. Ich will nichts sehen und hören.
Gegen 18 Uhr schellt das Telefon: Katja. "Simone, Markus ist hier und Silke und Klaus haben auch Lust zu kommen, wie schaut es bei Dir aus? Wollen wir ein Weihnachtsessen kochen, zusammensitzen und „Last Christmas“ hören? Leider schneit es ja nicht."

"Lust hätte ich schon, aber mit 2 Pärchen? Ist doch auch doof für mich." "Frag doch Torsten" schlägt Katja vor. "Ich möchte so gern, dass Du kommst!"
Ich stimme zu und will mir überlegen, ob ich Torsten frage.
Soll ich ihn anrufen? Was denkt der sich dann? Und noch während ich überlege bekomme ich eine sms von ihm "Hast Du was vor, Simone, oder hast einfach Lust was zu unternehmen?" Er nimmt mir quasi die Entscheidung ab. Ich rufe ihn sofort an und frage, ob er Lust hat mitzukommen. Hat er. Find ich klasse. Er holt mich ab und 2 Stunden später sind wir bei Katja. Alle stehen in ihrer Küche herum und schnippeln und sind beschäftigt. Ich freue mich und stelle Torsten vor.
Bereits eine halbe Stunde später ist er in ein Gespräch mit Markus vertieft. Die beiden reden über Whisky. "Der Laphroig schmeckt herrlich erdig, torfig, wie Schinken im Glas!" sagt Torsten. " Mein absoluter Favorit ist Ardberg. Aber es muss ein Scotch Single Malt sein!" erwidert Markus.
"Unbedingt!" sagt Torsten. "Speyside Whiskys sind sehr mild. Ich mag den Glenlivet. Kennst Du den?" Ich höre nicht weiter zu, aber mich freut es, dass die beiden sich gut unterhalten. Klaus und Silke kichern gerade am Herd. Katja winkt mit dem Wein und wir stoßen erst einmal an. "Ist ja nett, der Torsten. Markus scheint das auch zu finden, ich glaube, die beiden haben heute ein Thema." Ich lache. "Ja scheint so. Irgendwie find ich ihn süß. Ich weiß gar nicht warum." "He, Simone, das wäre doch toll." Sie umarmt mich und zwinkert.
Unser gemeinsames Kochevent ist fantastisch. Es gab einen tollen Salat mit Ingwer und Huhn. Als nächsten Gang himmlische Blätterteigtaschen, gefüllt mit Huhn, Gemüse oder Feta. Jeder hat etwas mitgebracht.
Klaus hat eine Tiramisu gezaubert, wie sie köstlicher nicht sein kann. Katja hat nur ein wenig Weihnachtsdeko in ihrer Wohnung. Es ist total gemütlich als wir lachend und plaudernd um den Küchentisch sitzen. So richtig harmonisch.
Ja, ich fühle mich wohl. Es fühlt sich so an, als müsste es so sein. Warum mache ich mir überhaupt Gedanken?
Torsten bringt mich noch nach Hause. Wir lachen uns noch auf dem Heimweg schlapp. Vor der Haustür sitze ich verlegen auf dem Beifahrersitz. "Also dann, vielen Dank fürs Heimbringen, wir telefonieren, wegen Silvester." Sage ich und öffne schnell die Beifahrertür. Er schaut mich mit Dackelblick an und ich drücke ihm schnell einen Kuss auf die Wange.
Ich gebe zu, er verwirrt mich ein bisschen. Aber daran will ich jetzt nicht denken. Ich sollte mich auf meine Karriere konzentrieren.


***

Am nächsten Tag bin ich noch einmal bei meinen Eltern. Teile der Verwandtschaft von Mutters Seite sind ebenfalls dort. Es ist eine fröhliche Familie und wir haben Spaß. Zum Glück ersparen sie sich die üblichen Sprüche, die mich zum halben Menschen abqualifizieren, nur weil ich keinen Partner habe.
Oli, Heike und die Kinder sind gestern wieder gefahren. Zum Glück. Meine Mutter sagte, Heike hätte nur ein ellenlanges Gesicht gezogen. "Was machst Du Silvester?" fragt mein Vater. Ich erzähle ihm von der Einladung auf der Zeche. "Das ist ja mal eine gute Idee, ich wünsche Dir viel Spaß!" sagt er. Dann kommt eine Pause. "Was ist denn das für ein Kollege?" fragt Mama. Ich verdrehe die Augen. "Ist ja schon gut, man darf doch wohl mal erfahren, mit wem sich unsere Tochter so herumtreibt!"
"Ja Mama, darf MAN. Ich erkläre ihr kurz, was Torsten so macht und das er völlig normal ist." Das beruhigt sie.